Hauberge und Knüppelholz

Kaum ein Käufer rustikaler Eiche-Naturholzmöbel ahnt, wieviel Arbeit, Mühe und handwerkliches Können aufgewendet werden müssen, bis aus dem Grundmaterial "Eiche Rundholz" eine attraktive Garnitur geworden ist. Das ist der Grund, warum wir Ihnen diesen Werdegang parallel zu den Abbildungen unserer Erzeugnisse in Wort und Bild zeigen wollen.

Da, wo die Ausläufer von Westerwald und Rothaargebirge sich berühren, ca. 15 km landeinwärts, Östlich der Autobahn A45 Dortmund-Gießen (zwischen den Abfahrten Haiger-Burbach und Dillenburg) liegen, inmitten einer von Wäldern, Buschwald und Wiesen durchsetzten Hügellandschaft, die "Hauberge - Berge, in denen Holz gehauen wird". Der Schäfer gehört hier noch genauso zum Landschaftsbild wie die vielen schönen Fachwerkhäuser.

In dieser Region wachsen in Höhen zwischen 200 und 500 Metern die Eiche-Rundhölzer (Stangenholz, das direkt aus dem Wurzelstock herauswächst), die das Grundmaterial für das später so gefragte Enderzeugnis bilden.
Jährlich einmal im Oktober treffen sich die Haubergsgenossen (das sind alle Eigentümer eines Holzstückes in einer Dorfgemarkung, die der Haubergsgenossenschaft angehören).

Nach einem bestimmten, seit Jahrhunderten unverändertem Lossystem werden dann die Holzeinschlagrechte für die vor ca. 21 Jahren abgeholzten - und inzwischen wieder mit 3 - 15 cm starken Eiche-Rundhölzern bewachsenen Parzellen - verteilt.

Sind die Enschlagrechte verlost, wird mit dem Abernten des Holzes begonnen. Bis März/April des nächsten Jahres hört man jetzt das Knattern der Motorsägen und das Schlagen der Äxte im Hauberg. Überall an den Abfahrtswegen lagern jetzt Stapel des 8-12 Meter langen Stangenholzes.In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Haubergsgenossenschaften wahrscheinlich eine der Ältesten Genossenschaftsformen in der Bundesrepublik darstellen.

Nach der Schneeschmelze erfolgt der Abtransport zu dem Verarbeitungsort, wo das Holz bis zum Herbst unter freiem Himmel zur notwendigen Vor-verarbeitungsqualität heranreift.